
James D. Watson, der Mitentdecker der DNA-Struktur, ließ sein komplettes Genom entschlüsseln und hielt diese Daten nicht geheim. Die Daten stellte er seinen Kollegen zur Verfügung. Über diese sensiblen Daten lassen sich Rückschlüsse über Krankheitsrisiken und andere Eigenschaften des Menschen erkennen.
Gen-Analysen können oft nur Wahrscheinlichkeiten angeben - beispielsweise lässt sich bei einer Variante des Gens ApoE eine doppelt oder dreimal so hohe Wahrscheinlichkeit für eine Alzheimer-Erkrankung ableiten.
In vielen Fällen können Ergebnisse jedoch auch belasten, gerade bei einer Alzheimer-Krankheit ist keine Heilung, höchstens eine Verzögerung möglich. Viele Menschen sind jedoch neugierig und investieren für einen Blick in ihr Erbgut. Einige Firmen in den USA (z.B. 23andMe, deCODEme), aber auch bereits in Deutschland (z.B. DNA Direkt, DNA Plus) bieten diese Tests an. Diese ermöglichen den Blick in den genetischen Code für bereits für wenige hundert Euro. Dabei wird das Genom nicht vollständig aufgeschlüsselt, sondern nur einzelne Gene sequenziert.
In diesen einzelnen Abschnitten lassen sich bereits wichtige Informationen über Krankheitsrisiken, Sporttalent und Verwandtschaftsbeziehungen ablesen. Je nach Anbieter werden zwischen 12 und 100 verschiedene Risikogene erfasst : Alzheimer, Diabetes können genauso wie Laktose-Unverträglichkeit bis hin zu Rheuma getestet werden.
Die DNA-Tests können einfach und schnell über das Internet bestellt werden. Zu Hause füllt man seinen Speichel in ein Proberöhrchen und schickt es zum jeweiligen Anbieter.
Weiterführende Links
Google-funded 23andMe starts, offers $999 DNA test